Samstag, 13. Juni 2009
Blog-Tag
Entweder schreiben wir wochenlang gar nicht und dann wieder mit Macht....
Beim Durchlesen der Blogs unserer Freunde in Singapur bin ich auf zwei Sachen aufmerksam geworden an denen ich euch teilhaben lassen will.
1. Auf dem blog von Lita und Dossi fand ich Piktogramme, die sehr schoen die feinen Unterschiede zwischen deutsch und asiatisch darstellen.
2. Ich versprach ja einen Eintrag zum Thema Schweinegrippe und Jens. Da Jens dies in seinem blog getan hat, muss ich ja nun das Fahrrad nicht zweimal erfinden.
Viel Spass beim Schmoekern und noch ein schoenes Wochenende, Dani
P.S. In 5 1/2 Wochen kommen unsere Eltern zu Besuch und ich freu mich schon ganz dolle (besonders auch auf die Erdbeermarmelade von der Oma)
Beim Durchlesen der Blogs unserer Freunde in Singapur bin ich auf zwei Sachen aufmerksam geworden an denen ich euch teilhaben lassen will.
1. Auf dem blog von Lita und Dossi fand ich Piktogramme, die sehr schoen die feinen Unterschiede zwischen deutsch und asiatisch darstellen.
2. Ich versprach ja einen Eintrag zum Thema Schweinegrippe und Jens. Da Jens dies in seinem blog getan hat, muss ich ja nun das Fahrrad nicht zweimal erfinden.
Viel Spass beim Schmoekern und noch ein schoenes Wochenende, Dani
P.S. In 5 1/2 Wochen kommen unsere Eltern zu Besuch und ich freu mich schon ganz dolle (besonders auch auf die Erdbeermarmelade von der Oma)
Bilder Hongkong
Ich beobachte das Fahrschulgelerne meines Mannes ja etwas amuesiert aus der zweiten Reihe. Nach dem seit Monaten davon geredet wird, ist es nun endlich soweit. Anmeldung geschafft, naechste Huerde: Stunden buchen (was meinerseits gefuehlte zwei Stunden gedauert hat und erheblichen Diskussionsbedarf einfordert). Ich freue mich schon auf das Ergbnis, damit ich ihm mein Moped andrehen und mir was richtiges kaufen kann.
Da ist mir doch neulich die gesamte Auspuffanlage beim Fahren auf die Erde gefallen, so dass ich Funkenmariechen spielen konnte.
Das Leben geht hier so munter weiter, und ich lerne immer noch dazu. Nachdem ich mich davon verabschiedet habe, dass Asiaten und Europaeer die gleichen Schulinhalte lernen, erfahre ich aber auch Gemeinsamkeiten und ernte Unglauben bei Erlebnissen aus der Heimat.
Aber von vorn. Eine Singapurerin erzaehlte mir, dass sie unbedingt mal Venedig sehen will. Da meinte ich, dann muesste Rom aber auf jeden Fall auch besichtigt werden. Daraufhin schaute sie mich verwirrt an und fragte, was Rom sei. Von der italienischen Hauptstadt hatte sie noch nichts gehoert. Verwirrung meinerseits. Naechstes Beispiel, es ging um Sprachen und am Ende erwaehnte jemand Latein, worauf mein Nachbar verduzt fragte, was Latein sei... Verwirrung schon nicht mehr ganz so gross. Letztes Beispiel: Meine Kollegin erhielt eine email in der der Vater nach Platz in Klasse VII fragt, woraufhin sie mich um Hilfe bat, zu erklaeren was dies fuer eine Zahl ist. Kaum noch Verwirrung meinerseits. Daraufhin setzte bei mir der Denkprozess ein (in der Hitze hier manchmal schwierig), dass wir in Europa vielleicht nicht der Nabel der Welt sind. Warum sollte ein normaler Asiate die Hauptstadt von Italien wissen, wenn ich vor 3 Jahren noch nicht mal wusste wo Singapur liegt, geschweige denn was die Haupstaedte von Malaysia oder Kambodscha sind. Reisen bildet eben doch. Auch dass die Asiaten keine roemischen Zahlen in der Schule lernen oder noch nichts von Latein gehoert haben, macht in gewisser Weise Sinn. Was weiss ich denn ueber Sanskrit, dem Ursprung der unzaehligen indischen Sprachen oder dem eigenartigen Fingerzaehlsystem.
Zum Thema Unglauben ernten: Voellig unglaeugig war nicht nur meine Singapurkollegin sondern am selben Tag auch ein Englischkollege als ich versicherte, dass es bei uns nicht ueblich ist, Klimaanlagen zu haben. Auf ihren Gesichtern konnte ich ablesen: Komisches Volk die Deutschen. Auch Hitzefrei in Schulen ist hier gaenzlich unbekannt.
Punkt Gemeinsames: Da tanzt man doch tatsaechlich auch in Asien den Ententanz... Diesen tollen Tanz wo man erst die Finger wie beim Entengeschnatter auf und zu macht, dann die angewinkelten Arme wie Fluegelschlagen hoch und runter bewegt, um anschliessend mit wackelnden Hueften in die Knie zu gehen und haendeklatschend wieder hoch kommt. Sympathisches Volk.
Ach, da faellt mir noch was ein. Wir waren beim Pferderennen. Toll, toll, toll. Ich bin immer noch ganz aufgeregt wenn ich daran denke. Am wichtigsten beim Pferderennen ist natuerlich das Wetten. Nun hat man natuerlich auch so gar keine Ahnung. Also typisch Frau, es wird das Pferd ausgesucht, das den schoensten Namen hat bzw. der Jokey mit dem bestsitzendsten Trikot ausgesucht. Ich fand der Name Samurei Soul (Samurei Seele) verspricht einiges und habe 10 Dollar gewettet. Und was soll ich sagen, ich (bzw. das Pferd mit dem tollen Namen) gewann. Trotz der Annahme bei 10 Dollar Einsatz nur um die 2-3 Dollar rauszukriegen, war ich schon etwas aufgeregt. Als die Dame hinter der Kasse jedoch exakt 158 Dollar auszahlte, war ich ganz aus dem Haeuschen. Wie das immer so ist, anschliessend ging meine Strategie mit dem Namenaussuchen nicht mehr auf und ich verlor nur noch. Aber ich bin immerhin trotzdem mit einem Plus von 100 Dollar nach Hause gegangen und habe eine Geschichte mehr zu erzaehlen.
Weswegen ich den Eintrag eigentlich angefangen habe, hier der Link zu den Bildern von Hong Kong. Ein wirklich grossartige Stadt mit einer atemberaubenden Skyline. Zufaellig sind Marion und Jens am selben Wochenende dort gewesen, so dass wir die Stadt zu viert entdeckten (bzw. erlatschten). Nach dem Wochenende wurde Jens wegen Schweinegrippeverdacht in einem Singapurer Krankenhaus festgehalten, davon aber ein anderes mal.
Liebe Gruesse, Dani
Da ist mir doch neulich die gesamte Auspuffanlage beim Fahren auf die Erde gefallen, so dass ich Funkenmariechen spielen konnte.
Das Leben geht hier so munter weiter, und ich lerne immer noch dazu. Nachdem ich mich davon verabschiedet habe, dass Asiaten und Europaeer die gleichen Schulinhalte lernen, erfahre ich aber auch Gemeinsamkeiten und ernte Unglauben bei Erlebnissen aus der Heimat.
Aber von vorn. Eine Singapurerin erzaehlte mir, dass sie unbedingt mal Venedig sehen will. Da meinte ich, dann muesste Rom aber auf jeden Fall auch besichtigt werden. Daraufhin schaute sie mich verwirrt an und fragte, was Rom sei. Von der italienischen Hauptstadt hatte sie noch nichts gehoert. Verwirrung meinerseits. Naechstes Beispiel, es ging um Sprachen und am Ende erwaehnte jemand Latein, worauf mein Nachbar verduzt fragte, was Latein sei... Verwirrung schon nicht mehr ganz so gross. Letztes Beispiel: Meine Kollegin erhielt eine email in der der Vater nach Platz in Klasse VII fragt, woraufhin sie mich um Hilfe bat, zu erklaeren was dies fuer eine Zahl ist. Kaum noch Verwirrung meinerseits. Daraufhin setzte bei mir der Denkprozess ein (in der Hitze hier manchmal schwierig), dass wir in Europa vielleicht nicht der Nabel der Welt sind. Warum sollte ein normaler Asiate die Hauptstadt von Italien wissen, wenn ich vor 3 Jahren noch nicht mal wusste wo Singapur liegt, geschweige denn was die Haupstaedte von Malaysia oder Kambodscha sind. Reisen bildet eben doch. Auch dass die Asiaten keine roemischen Zahlen in der Schule lernen oder noch nichts von Latein gehoert haben, macht in gewisser Weise Sinn. Was weiss ich denn ueber Sanskrit, dem Ursprung der unzaehligen indischen Sprachen oder dem eigenartigen Fingerzaehlsystem.
Zum Thema Unglauben ernten: Voellig unglaeugig war nicht nur meine Singapurkollegin sondern am selben Tag auch ein Englischkollege als ich versicherte, dass es bei uns nicht ueblich ist, Klimaanlagen zu haben. Auf ihren Gesichtern konnte ich ablesen: Komisches Volk die Deutschen. Auch Hitzefrei in Schulen ist hier gaenzlich unbekannt.
Punkt Gemeinsames: Da tanzt man doch tatsaechlich auch in Asien den Ententanz... Diesen tollen Tanz wo man erst die Finger wie beim Entengeschnatter auf und zu macht, dann die angewinkelten Arme wie Fluegelschlagen hoch und runter bewegt, um anschliessend mit wackelnden Hueften in die Knie zu gehen und haendeklatschend wieder hoch kommt. Sympathisches Volk.
Ach, da faellt mir noch was ein. Wir waren beim Pferderennen. Toll, toll, toll. Ich bin immer noch ganz aufgeregt wenn ich daran denke. Am wichtigsten beim Pferderennen ist natuerlich das Wetten. Nun hat man natuerlich auch so gar keine Ahnung. Also typisch Frau, es wird das Pferd ausgesucht, das den schoensten Namen hat bzw. der Jokey mit dem bestsitzendsten Trikot ausgesucht. Ich fand der Name Samurei Soul (Samurei Seele) verspricht einiges und habe 10 Dollar gewettet. Und was soll ich sagen, ich (bzw. das Pferd mit dem tollen Namen) gewann. Trotz der Annahme bei 10 Dollar Einsatz nur um die 2-3 Dollar rauszukriegen, war ich schon etwas aufgeregt. Als die Dame hinter der Kasse jedoch exakt 158 Dollar auszahlte, war ich ganz aus dem Haeuschen. Wie das immer so ist, anschliessend ging meine Strategie mit dem Namenaussuchen nicht mehr auf und ich verlor nur noch. Aber ich bin immerhin trotzdem mit einem Plus von 100 Dollar nach Hause gegangen und habe eine Geschichte mehr zu erzaehlen.
Weswegen ich den Eintrag eigentlich angefangen habe, hier der Link zu den Bildern von Hong Kong. Ein wirklich grossartige Stadt mit einer atemberaubenden Skyline. Zufaellig sind Marion und Jens am selben Wochenende dort gewesen, so dass wir die Stadt zu viert entdeckten (bzw. erlatschten). Nach dem Wochenende wurde Jens wegen Schweinegrippeverdacht in einem Singapurer Krankenhaus festgehalten, davon aber ein anderes mal.
Liebe Gruesse, Dani
Montag, 1. Juni 2009
Projekt Null Neun - Die erste
Ich mache Fuehrerschein. Fuer Motorrad. Das ist in Singapur eine relativ zeitraubende und keinesfalls selbsterklaerende Geschichte.
Erwartungsgemaess muss man einen Mix aus Praxis und Theorie ueber sich ergehen lassen. Damit sid die Aehnlichkeiten zu Deutschland aber auch schon erschoepft. Man muss vier theoretische Stunden machen und sieben praktische. Dazu eine theoretische und zwei praktische Pruefungen. Dummerweise kann man sich fuer eine Stunde (100 Minuten) immer erst dann anmelden, wenn die vorhergehende bestanden hat. Und dann kommt man ersteinmal auf die Warteliste. So wie es derzeit aussieht, habe ich meinen Fuehrerschein puenktlich zum Dezember. Wenn alles glattlaeuft.
Beim ersten Mal habe ich jedenfalls erstmal ein Zeichen gesetzt. Obwohl ich sicher bin, dass ich mich fuer eine theoretische Stunde angemeldet habe waren die Jungs der Meinung, ich haette Praxis gebucht. Da man nicht einsehen wollte, dass es sich nur um einen Computerfehler handeln konnte, musste ich ohne Vorwarnung direkt rauf auf den Feuerstuhl. Allerdings nicht ohne Gruppenaufwaermen vorher. Leichtes stretching von 10 Minuten mit 20 Leuten. Danach wurde - wie beim Schwimmunterricht - in 6 Gruppen eingeteilt. Anfaenger (erste Stunde) bis fast fertig (7. Stunde). Eigenartigerweise lief es erstaunlich glatt. Anfahren, Schalten, Anhalten, Kurven fahren, schneller fahren. Geht alles ganz gut. Ohne das Motorrad fallen zu lassen. Ein paar Male den Motor abwuergen muss erlaubt sein.
Ergebnis: Erste Stunde bestanden, beim naechsten Mal darf ich ein gruenes Leibchen tragen. Das macht mich dann schon zum fortgeschrittenen Anfaenger.
Und vielleicht schaffe ich es ja auch noch, mich fuer die Theorie anzumelden.
Ich werde weiter berichten.
Achja, und billig ist es. Wenn es gut laeuft ist man mit unter 600 Dollar dabei. Und die Fahrschule in Deutschland, bei der man fuer 300 Euro den Lappen bekommt, will ich mal sehen.
Martin
Erwartungsgemaess muss man einen Mix aus Praxis und Theorie ueber sich ergehen lassen. Damit sid die Aehnlichkeiten zu Deutschland aber auch schon erschoepft. Man muss vier theoretische Stunden machen und sieben praktische. Dazu eine theoretische und zwei praktische Pruefungen. Dummerweise kann man sich fuer eine Stunde (100 Minuten) immer erst dann anmelden, wenn die vorhergehende bestanden hat. Und dann kommt man ersteinmal auf die Warteliste. So wie es derzeit aussieht, habe ich meinen Fuehrerschein puenktlich zum Dezember. Wenn alles glattlaeuft.
Beim ersten Mal habe ich jedenfalls erstmal ein Zeichen gesetzt. Obwohl ich sicher bin, dass ich mich fuer eine theoretische Stunde angemeldet habe waren die Jungs der Meinung, ich haette Praxis gebucht. Da man nicht einsehen wollte, dass es sich nur um einen Computerfehler handeln konnte, musste ich ohne Vorwarnung direkt rauf auf den Feuerstuhl. Allerdings nicht ohne Gruppenaufwaermen vorher. Leichtes stretching von 10 Minuten mit 20 Leuten. Danach wurde - wie beim Schwimmunterricht - in 6 Gruppen eingeteilt. Anfaenger (erste Stunde) bis fast fertig (7. Stunde). Eigenartigerweise lief es erstaunlich glatt. Anfahren, Schalten, Anhalten, Kurven fahren, schneller fahren. Geht alles ganz gut. Ohne das Motorrad fallen zu lassen. Ein paar Male den Motor abwuergen muss erlaubt sein.
Ergebnis: Erste Stunde bestanden, beim naechsten Mal darf ich ein gruenes Leibchen tragen. Das macht mich dann schon zum fortgeschrittenen Anfaenger.
Und vielleicht schaffe ich es ja auch noch, mich fuer die Theorie anzumelden.
Ich werde weiter berichten.
Achja, und billig ist es. Wenn es gut laeuft ist man mit unter 600 Dollar dabei. Und die Fahrschule in Deutschland, bei der man fuer 300 Euro den Lappen bekommt, will ich mal sehen.
Martin
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