Samstag, 13. Juni 2009

 

Bilder Hongkong

Ich beobachte das Fahrschulgelerne meines Mannes ja etwas amuesiert aus der zweiten Reihe. Nach dem seit Monaten davon geredet wird, ist es nun endlich soweit. Anmeldung geschafft, naechste Huerde: Stunden buchen (was meinerseits gefuehlte zwei Stunden gedauert hat und erheblichen Diskussionsbedarf einfordert). Ich freue mich schon auf das Ergbnis, damit ich ihm mein Moped andrehen und mir was richtiges kaufen kann.

Da ist mir doch neulich die gesamte Auspuffanlage beim Fahren auf die Erde gefallen, so dass ich Funkenmariechen spielen konnte.

Das Leben geht hier so munter weiter, und ich lerne immer noch dazu. Nachdem ich mich davon verabschiedet habe, dass Asiaten und Europaeer die gleichen Schulinhalte lernen, erfahre ich aber auch Gemeinsamkeiten und ernte Unglauben bei Erlebnissen aus der Heimat.

Aber von vorn. Eine Singapurerin erzaehlte mir, dass sie unbedingt mal Venedig sehen will. Da meinte ich, dann muesste Rom aber auf jeden Fall auch besichtigt werden. Daraufhin schaute sie mich verwirrt an und fragte, was Rom sei. Von der italienischen Hauptstadt hatte sie noch nichts gehoert. Verwirrung meinerseits. Naechstes Beispiel, es ging um Sprachen und am Ende erwaehnte jemand Latein, worauf mein Nachbar verduzt fragte, was Latein sei... Verwirrung schon nicht mehr ganz so gross. Letztes Beispiel: Meine Kollegin erhielt eine email in der der Vater nach Platz in Klasse VII fragt, woraufhin sie mich um Hilfe bat, zu erklaeren was dies fuer eine Zahl ist. Kaum noch Verwirrung meinerseits. Daraufhin setzte bei mir der Denkprozess ein (in der Hitze hier manchmal schwierig), dass wir in Europa vielleicht nicht der Nabel der Welt sind. Warum sollte ein normaler Asiate die Hauptstadt von Italien wissen, wenn ich vor 3 Jahren noch nicht mal wusste wo Singapur liegt, geschweige denn was die Haupstaedte von Malaysia oder Kambodscha sind. Reisen bildet eben doch. Auch dass die Asiaten keine roemischen Zahlen in der Schule lernen oder noch nichts von Latein gehoert haben, macht in gewisser Weise Sinn. Was weiss ich denn ueber Sanskrit, dem Ursprung der unzaehligen indischen Sprachen oder dem eigenartigen Fingerzaehlsystem.

Zum Thema Unglauben ernten: Voellig unglaeugig war nicht nur meine Singapurkollegin sondern am selben Tag auch ein Englischkollege als ich versicherte, dass es bei uns nicht ueblich ist, Klimaanlagen zu haben. Auf ihren Gesichtern konnte ich ablesen: Komisches Volk die Deutschen. Auch Hitzefrei in Schulen ist hier gaenzlich unbekannt.

Punkt Gemeinsames: Da tanzt man doch tatsaechlich auch in Asien den Ententanz... Diesen tollen Tanz wo man erst die Finger wie beim Entengeschnatter auf und zu macht, dann die angewinkelten Arme wie Fluegelschlagen hoch und runter bewegt, um anschliessend mit wackelnden Hueften in die Knie zu gehen und haendeklatschend wieder hoch kommt. Sympathisches Volk.

Ach, da faellt mir noch was ein. Wir waren beim Pferderennen. Toll, toll, toll. Ich bin immer noch ganz aufgeregt wenn ich daran denke. Am wichtigsten beim Pferderennen ist natuerlich das Wetten. Nun hat man natuerlich auch so gar keine Ahnung. Also typisch Frau, es wird das Pferd ausgesucht, das den schoensten Namen hat bzw. der Jokey mit dem bestsitzendsten Trikot ausgesucht. Ich fand der Name Samurei Soul (Samurei Seele) verspricht einiges und habe 10 Dollar gewettet. Und was soll ich sagen, ich (bzw. das Pferd mit dem tollen Namen) gewann. Trotz der Annahme bei 10 Dollar Einsatz nur um die 2-3 Dollar rauszukriegen, war ich schon etwas aufgeregt. Als die Dame hinter der Kasse jedoch exakt 158 Dollar auszahlte, war ich ganz aus dem Haeuschen. Wie das immer so ist, anschliessend ging meine Strategie mit dem Namenaussuchen nicht mehr auf und ich verlor nur noch. Aber ich bin immerhin trotzdem mit einem Plus von 100 Dollar nach Hause gegangen und habe eine Geschichte mehr zu erzaehlen.

Weswegen ich den Eintrag eigentlich angefangen habe, hier der Link zu den Bildern von Hong Kong. Ein wirklich grossartige Stadt mit einer atemberaubenden Skyline. Zufaellig sind Marion und Jens am selben Wochenende dort gewesen, so dass wir die Stadt zu viert entdeckten (bzw. erlatschten). Nach dem Wochenende wurde Jens wegen Schweinegrippeverdacht in einem Singapurer Krankenhaus festgehalten, davon aber ein anderes mal.

Liebe Gruesse, Dani

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